09.10.2018

Von: Barbara Leininger und Dr. Christoph Lauer

Mehr Sicherheit für Fahrradfahrer in der Harderstraße

Die Harderstraße ist morgens ein viel befahrenes Einfallstor, um in die Innenstadt zu gelangen. Mit ihrer Breite kann sie das Verkehrsaufkommen normalerweise ganz gut aufnehmen. Langwierige Bauarbeiten im Reuchlin-Gymnasium und in dessen Umfeld haben nun aber zu Veränderungen in den Verkehrsströmen geführt.

Insbesondere wurde durch eine Straßensperrung im Oberen Graben der Zu- und Abfluss des Radverkehrs zu guten Teilen in die Gymnasiumstraße verlagert. Mitunter kommt es an deren Einmündung in die Harderstraße sogar zu gefährlichen Situationen. Die Radfahrer sind zwischen den ganzen Autos, Bussen und Lieferwagen ohnehin die schwächsten Verkehrsteilnehmer. Dabei befinden sich unter ihnen erfreulicherweise besonders viele Schülerinnen und Schüler.

Die Neugestaltung der Harderstraße und mit ihr eine Verbesserung der Verkehrssituation für Fahrradfahrer und Fußgänger ist jedoch so bald nicht zu erwarten. Deshalb haben wir von der Grünen-Fraktion eine schnell umsetzbare Übergangslösung beantragt, um den Radverkehr in der Harderstraße sicherer zu machen. Bisher enden von außerhalb kommende Radwege am Übergang in die Altstadt und weitere Markierungen, die den Radverkehr schützen würden, sind nicht vorhanden.

Hier der Antrag im Wortlaut:

Ingolstadt, 9. Oktober 2018

Radverkehrssituation in der Harderstraße

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
morgens zwischen 7.30 und 8 Uhr ist der Bereich zwischen Esplanade/Harderstraße und der Straße Am Stein einer der verkehrsreichsten Ingolstadts. Hier kommen alle Arten von Verkehrsteilnehmern in großer Dichte zusammen: Busse, Autos, Motorradfahrer, Radfahrer, Fußgänger. Alle haben es eilig.

Durch die umfangreichen und langwierigen Abriss-, Neubau-, Sanierungsmaßnahmen im Reuchlin-Gymnasium wird auf Jahre hinaus die Verkehrssituation in diesem Areal zusätzlich angespannt sein, weil auch ein Teilstück des Oberen Grabens nun gesperrt ist, das bisher besonders für Fahrradfahrer für einen Verkehrsabfluss von der Harderstraße diente.

Da die Umgestaltung der Harderstraße, die in Zukunft unter anderem auch eine deutliche Verbesserung für Radfahrer und Fußgänger bringen soll, noch mehrere Jahre auf sich warten lässt, stellen wir folgenden

Antrag:
Die Verwaltung wird beauftragt, eine praktikable und schnellstmöglich realisierbare Übergangslösung in der Harderstraße zu finden, die zu mehr Sicherheit für den Fahrradverkehr führt.

Begründung:
Die Harderstraße ist die breite Einfallstraße in die Altstadt. Morgens sind Hunderte von Schülerinnen und Schüler in diesem Bereich unterwegs. Viele von ihnen fahren mit dem Rad in die Schule. Aus ökologischen und gesundheitlichen Gründen ist das sehr wünschenswert. Allerdings sind die Radfahrer in der Harderstraße die schwächsten Verkehrsteilnehmer. Der Radverkehr ist weder durch einen Fahrradweg noch durch eine Abmarkierung geordnet. Der von Norden vom Glacis kommende Fahrradweg endet unvermittelt auf Höhe von Esplanade und AOK mitten auf der Fahrbahn. Links biegen Busse ab, rechts befindet sich eine Bushaltestelle. Im weiteren Verlauf teilen sich die Radfahrer die Fahrbahn mit dem morgendlichen Lieferverkehr in die Altstadt, mit dem Bringverkehr an die Schulen, dem üblichen Parksuchverkehr und den Bussen. Es gibt keinen Vorrang für die schwächsten Verkehrsteilnehmer. Auf Höhe der Einmündung Gymnasiumstraße kommt es häufig zu unübersichtlichen und gefährlichen Situationen durch die vielen Linksabbieger in die Harderstraße hinein.

Die Harderstraße ist eine sehr breit und großzügig angelegte Straße. Platz ist also durchaus da, um auch die schwächsten Verkehrsteilnehmer mit geeigneten Maßnahmen sicher und stressfrei an ihr Ziel zu bringen.

Mit freundlichen Grüßen

Barbara Leininger, Dr. Christoph Lauer, Petra Kleine (Fraktionsvorsitzende), Christian Höbusch

URL:http://ingolstadt-gruene.de/aktuelles-aus-in/news-detail/article/mehr_sicherheit_fuer_fahrradfahrer_in_der_harderstrasse/